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Archiv für January 2008

martina

Um die Nutzung des Internets für jeden Menschen frei zugänglich zu machen und somit auch die Teilnahme von behinderten Menschen am sozialen, kulturellen und beruflichen Leben im Internet zu ermöglichen, wird immer mehr auf das Thema Barrierefreiheit gesetzt. Bei der Berücksichtigung des Aspekts, dass in Deutschland aktuell ca. 6,7 Millionen Menschen mit einem Handicap leben, das ihnen den Zugang zum Internet erschwert, und auch ältere Menschen mit „erworbener“ Behinderung immer häufiger das Internet nutzen, gewinnt das Thema Barrierefreiheit in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Weiterhin wird durch die BITV (Barrierefreie Informationstechnikverordnung) geregelt, dass alle Bundesbehörden und öffentlichen Einrichtungen, die durch den Bund gefördert werden, ihre Webseiten bis spätestens Ende 2005 barrierefrei gestaltet haben mussten.

Bei der Gestaltung von Hard- und Softwarelösungen muss eine Anpassung auf die verschiedenen Bedürfnisse der zukünftigen Zielgruppe erfolgen, um den Access zu ermöglichen.

Folgende Tipps können zur Gestaltung einer barrierefreien Website hilfreich sein:

-          Images & Animationen: Verwendung des ‚alt‘-tags, um die Funktion jeder Grafik zu beschreiben

-          Imagemaps: Verwendung der clientseitigen Imagemap; zur Verfügung stellen des Textes für Hotspots (verweissensitive Flächen)

-          Multimedia: Beschriften der Grafiken ; zur Verfügung stellen von Transscripten von Audio-Dateien und von Beschreibungen von Videos

-          Hypertext-Links: Verwendung von Link-Texten, die auch außerhalb des Kontextes verständlich sind (z.B. Vermeiden von Texten wie „hier klicken“)

-          Seitenlayout: Verwendung von Überschriften (h-tags), Listen und einer konsistenten Struktur; Verwendung von Cascading Style Sheets (CSS) für Layout und Schrift

-          Grafische Darstellung und Diagramme: Zurverfügungstellung einer Zusammenfassung

-          Scripte, Applets & Plugins: Zurverfügungstellung von alternativen Inhalten für den Fall, dass die features für Blinde/Sehbehinderte nicht zugänglich sind oder von ihrer Spezialsoftware nicht unterstützt werden.

-          Frames: Verwendung des noframes-tags und aussagekräftiger Titel

-          Tabellen: Aufbereitung für ein zeilenweises Lesen; Zurverfügungstellung einer Zusammenfassung.

 

è Eine Überprüfung und Evaluation der Website; Mögliche Verwendung von Accessability-Tools und Richtlinien kann unter www.w3.org/TR/WCAG stattfinden.

Weitere Infos zum Thema Barrierefreiheit sind unter www.barrierefrei-kommunizieren.de.

 

 

Erstellt von: Martina am 23.01.2008 14:54 Kommentar hinzufügen | Kommentare ansehen [1]
felix

Die Zeiten, in denen Online-Kommunikation nur in eine Richtung floss, sind vorbei. Interaktion ist das Kennzeichen des Web 2.0. Ein Paradebeispiel ist das Entstehen von Online-Communitys. Ob themenorientiert wie bei Sport-Communitys oder methodenorientiert wie beim Online-Lexikon „Wikipedia“ – die Zahl der virtuellen Gemeinschaften steigt, und immer mehr Menschen begegnen sich im Internet und tauschen sich aus.  

Möglich wurde dies durch die Schaffung der technischen Voraussetzungen: Chat, Instant-Messenger und natürlich Foren gehören zu den bekanntesten Kommunikationstools. Doch eine Community definiert sich nicht über die verwendete Technologie, sondern durch den Inhalt, der sie zusammenbringt. Handwerker tauschen Anwendungstipps auf Baumarktseiten aus, Sportler Ausrüstungs- und Trainingstipps auf den Seiten von Fachgeschäften. Aus den Online-Gemeinschaften generieren sich nicht nur ganz neue Interessen- und Käufergruppen, die User bewegen sich innerhalb der Online-Gemeinschaften zudem viel freier als in der realen Welt.  

Die kritischen und nachfragenden Gemeinschaften sind nicht nur für Privatpersonen interessant, auch Unternehmen können davon profitieren. Das Stichwort lautet „Open Innovation“. Gemeint ist damit: User äußern in Communitys Kritik an Produkten und regen Verbesserungen an. Die Unternehmen profitieren von diesen Informationen, die sie kostenlos von den vielen am Innovations- und Entwicklungsprozess Beteiligten erhalten. Sie können dadurch ihre Produkte marktkonformer gestalten und Ablehnungsrisiken minimieren. Schon mit der Einrichtung von Communitys lässt sich der vorhersehbare Nutzen kanalisieren. Communitys sind nämlich hervorrargend auf individuelle Ansprüche anpassbar – beispielsweise indem Einzelhändler ihre Shops verknüpfen, um Synergien zu erzielen oder Verlage ihre Redaktionssysteme optimieren, um Informationen schneller anbieten zu können.

Was denkt ihr? Wo seht ihr die Vorteile im Hinblick auf Online-Communitys?

Erstellt von: Felix am 16.01.2008 09:16 Kommentar hinzufügen