Weil es keinen zentralen Server gibt.
Serverlast: Einen nicht vorhandenen Server kann man nicht überlasten. ;) Das betrifft sowohl Rechenleistung als auch Netzwerklast. Wenn jeder Peer so viele Daten weitergibt wie er empfangen hat, reicht es den Inhalt einmal auszuliefern und er erreicht dennoch theoretisch unbegrenzt viele Teilnehmer.
Kostenersparnis: Auch unter suboptimalen Bedingungen, also wenn ein Teil des Verkehrs noch von einem Server erledigt werden muss, wird immerhin ein Teil eingespart und daher fallen weniger Kosten für Traffic an und es müssen nicht so viele Server bereitgestellt werden, um den Ansturm der Benutzer zu bewältigen.
Ausfallsicherheit: Auch ein Server kann mal ausfallen. Ein reines P2P-Netz sollte bereits so gestaltet sein, dass es Ausfälle einzelner und sogar mehrerer Knoten verkraften kann, während eine Client-Server-Applikation dieser Situation hilflos gegenüber steht.
Dezentrale Speicherung: Statt alle Inhalte auf einem großen Server zu speichern werden die Inhalte über alle Peers verteilt. Mit geeigneten Maßnahmen zur Sicherheit brauchen im Netz verfügbare Daten nicht mehr auf einem Server vorgehalten werden.
Weil es keinen zentralen Server gibt.
Zentrale Kontrolle: Da es keinen Server gibt, den man kontrollieren kann und Peers nicht 100% vertrauenswürdig sind, ist es sehr schwer die Kontrolle über die Nutzung zu behalten. Dies betrifft einerseits das Führen von Statistiken bzw. Bezahlfunktionen andererseits die Möglichkeit Inhalte zu steuern ("revoke").
Chaos: Ein Server ist immer erreichbar. Punkt. ;) Die Nutzer eines P2P-Netzes verhalten sich hingegen unvorhersehbar. Man muss ständig damit rechnen, dass eine Verbindung zu einem Peer plötzlich ohne Vorwarnung wegbricht.
Vertrauen: Einem zentralen Server kann man vertrauen auch tatsächlich den Inhalt zu erhalten, den man angefordert hat. Bei anonymen Teilnehmern mit bösen Absichten kann bestenfalls der Filmgenuss unterbunden werden (Denial of Service), schlimmstenfalls können falsche Inhalte untergeschoben werden (Poisoning).
Diese Herausforderungen gilt es zu meistern. Dazu dienen kryptografische Methoden und der Aufbau als "zentralisiertes P2P-System". Dabei gibt es einen oder mehrere zentrale Server, die jedoch hauptsächlich als Kontrollinstanz dienen. Solche zentrale Server können auch einspringen, falls Inhalte nicht von Peers bezogen werden können.
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